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Auf den Spuren des Pinocchio
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Drei Tourenvorschläge, die von Faszination und Fantasie geleitet werden und den aufmerksamen Touristen auf die Spuren von Pinocchio führen – Führer und Strecke wurden von der Gemeinde Florenz, dem Quartiere 5 und der Gemeinde Sesto Fiorentino ausgearbeitet.
Ja – Florenz hat eben seine Geschichten und berühmte Persönlichkeiten nicht nur im Stadtzentrum. Man braucht sich nur ein wenig in die oft leider nicht beachtete Peripherie zu begeben, um ein weniger bekanntes aber ebenso faszinierendes Florenz zu entdecken. In diesen etwas abseits liegenden, kleinen Ortschaften holte sich Carlo Lorenzini, allerseits besser bekannt unter seinem Pseudonym Collodi (von dem gleichnamigen Örtchen im Raum Pistoia, in dem seine Mutter geboren wurde) seine Inspirationen für die weltweit berühmt gewordene Fabel, die noch heute zu den berühmtesten Büchern der Welt zählt.
Diese hölzerne Figur, die Generationen von Kindern hat träumen lassen, erzählt denn auch über Persönlichkeiten und Geschehnisse aus den Randgebieten von Florenz im 19. Jahrhundert und bringt auf diese Weise dem Tourismus eine Gegend näher, die zu Unrecht in einen Randbereich gedrängt wird.
Die Strecke ist nicht nur für Kinder – und es wäre wirklich ziemlich herabwürdigend, Pinocchio als ein Kinderbuch zu bezeichnen – sondern sie lässt uns, indem wir uns von dem Zauber mitreißen lassen (und wieso eigentlich auch nicht) in unbekannte Gefilde vorstoßen.
Der einfache und gut gemachte Führer führt über drei verschiedene Strecken durch die Fabel. Startpunkt ist für alle drei die "Villa Il Bel Riposo", in der sich Carlo Lorenzini lange als Gast seines Bruders Paolo, der Direktor der Antica Manifattura Ginori di Doccia war, aufgehalten hat. Seit April des letzten Jahres ist an der Villa ein Schild angebracht, das auf diese Tatsache hinweist. Und genau von hier, vom Turm der Villa, will Collodi die “große Eiche” gesehen haben, den Arno, der für die Bewohner von Florenz des letzten Jahrhunderts als das “Große Meer” bezeichnet wurde, das blonde Mädchen, das in seiner Vorstellung zur Fata Turchina geworden war, und das auch einen Namen hatte: Giovanna Ragionieri; sie lebte bis ins hohe Alter von 94 Jahren in Castello und starb erst vor einigen Jahren. Collodi liebte es, hier spazierenzugehen, mit den Leuten zu reden und das flache und oft sumpfige Land zu durchqueren, das in der Nacht bestimmt sehr dunkel war und “wo sich Reisende, kleine Diebe und Bösewichte trafen”.
Die 12 Etappen der drei Strecken, die nach Castello, Peretola und Sesto Fiorentino führen, sind jeweils mit Tafeln mit suggestiven Szenarien aus den Abenteuern des Pinocchio versehen. Hier die drei Strecken und die Ortschaften der Fabel:
Strecke 1: in Castello - "La bottega di Maestro Ciliegia", "La Quercia grande", "La strada del paese", "La scuola".
2. Strecke: in Peretola und Osmannoro - "Il mare", "Il teatrino di Mangiafoco", "L'incontro con la Volpe e il Gatto", "L'isola delle Api industriose".
Strecke 3: in Sesto Fiorentino - "Il Paese dei balocchi", "Il teatro del ciuchino Pinocchio", L'osteria del Gambero Rosso", "Il Campo dei miracoli".
Jede Stelle, an der man Rast macht, die Augen schließt und sich dabei an der Seite des hölzernen, lustigen Kerls vorstellt, führt zu einem ungewohnten, faszinierenden Florenz, das zwischen Fabel und Wirklichkeit schwebt.
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Autor: Patrizio Donnini |
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Ausgabe: Juli 2008 |
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Veröffentlicht am: 02/07/2008 |
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