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Der Ritus des Getreidedreschens lebt im Borgo Buonconvento wieder neu auf
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In Buonconvento leben für einen Tag die alten bäuerlichen Traditionen der Vergangenheit wieder neu auf. Am Sonntag, den 20. Juli veranstalten die Bewohner des kleinen Ortes, der nur wenige Kilometer von Siena entfernt in den Furchen der Crete Val d’Arbia liegt, einen Umzug im historischen Stil, mit dem an das Dreschen des Weizen erinnert werden soll.
Deshalb auch der Titel “Trebbiatura sotto le mura” (das Getreidedreschen unterhalb der Mauern). Etwa sechzig Darsteller, die in historischen Kostüme gekleidet und mit landwirtschaftlichen Maschinen und anderen Gerätschaften jener Epoche ausgerüstet sind, zeigen in den Straßen und Gassen, einen Querschnitt durch das bäuerliche Leben der 30er und 40er Jahre: Das beginnt mit der Ernte des Weizens und geht bis zur Hanfspinnerei. In Buonconvento werden alte, kleine Handwerkerbetriebe zu sehen sein, wo einige inzwischen ausgestorbene Berufe praktisch vorgeführt werden, so der des Seildrehers, des Wergspinners, Holzschuhmachers, Korbflechters, Scherenschleifers und Wollschlägers.
Am Abend werden entlang der aus dem dreizehnten Jahrhundert stammenden Mauern wie einst bei Sonnenuntergang, als man sich von den Mühen des Tages erholte, gastronomische Stände eingerichtet. Hier können nicht nur traditionelle bäuerliche Spezialitäten verkostet werden, es wird auch ein hervorragender Wein ausgeschenkt, traditionelle Tänze werden gezeigt und Spiele angeboten. In einer unverfälschten, eindrucksvollen Atmosphäre ist die “Trebbiatura sotto le mura” bestimmt eine ideale Gelegenheit, um den alten Traditionen wieder auf die Spur zu kommen und ein Stück Geschichte der Provinz Siena nachempfinden zu können.
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Autor: Lisa Cresti |
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Ausgabe: Juli 2008 |
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Veröffentlicht am: 04/07/2008 |
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